2010 konnte Google kein JavaScript rendern. Punkt. Angular-Apps waren für Suchmaschinen unsichtbar. Entwickler bauten umständliche Server-Side-Rendering-Lösungen.
2014 kündigte Google an, JavaScript zu verstehen. Viele glaubten es nicht – zu Recht. Das Rendering war langsam und unzuverlässig. 2016 verbesserte sich die Situation marginal.
Der Durchbruch kam 2019 mit Evergreen Googlebot basierend auf Chrome 74. Plötzlich funktionierte modernes JavaScript tatsächlich. Aber der Mythos blieb: dass Google alles sofort rendert.
Realität für technisch Versierte: Google nutzt ein zweistufiges Crawling. HTML wird sofort erfasst, JavaScript-Rendering kommt später – manchmal Tage später. Für zeitkritische Inhalte ist das problematisch.
Ich teste jede JavaScript-Implementation mit der URL-Prüfung in Search Console. Fetch-as-Google zeigt exakt, was der Renderer sieht. Hydration-Fehler? Sie zerstören deine Rankings, auch wenn die Seite im Browser perfekt aussieht.
Next.js und Nuxt lösen viele Probleme, aber Server-Side-Rendering bleibt die sicherste Option für kritische SEO-Seiten.